Grulicher Schneeberg (Králický Sněžník)
Der Grulicher Schneeberg (Králický Sněžník)
ist nach dem Riesengebirge (Krkonoše) und dem Altvatergebirge (Hrubý
Jeseník) das dritthöchste Bergmassiv in der Tschechischen Republik. Aus
touristischer Sicht handelt es sich um einen wahrhaft jungfräuliches
Gebiet. Auf dem Grulicher Schneeberg (Králický Sněžník) gibt es keine
Touristenbaude und hierher führt auch keine Asphaltstrasse. Die
Bezeichnung Schneeberg (Sněžník) erhielt der Berg wegen des Schnees,
der seinen Gipfel im Durchschnitt acht Monate des Jahres bedeckt.
Obwohl der grösste Teil dieses Berglandes auf dem Gebiet Polens (Masyw Sniežnika), liegt, hat es auch in Tschechien viel anzubieten.
Am westlichen Rand der Bergkette des Schneegebirges (Sněžník, 1424 m) befindet sich eine der beiden europäischen Haupt-Wasserscheiden. An den westlichen Hängen des Bergrückens befinden sich die Quellen von drei Wassereinzugsgebieten: Südwestlich vom Gipfel kommt aus 1.380 m Höhe das Wasser der March (Morava) über die Donau ins Schwarze Meer, vom südwestlichen Hang des südwestlicher liegenden Klapperstein (Klepy, 1.145 m) fliesst das Wasser durch den Lipka-Bach, die Stille Adler und die Elbe in die Nordsee und auf dem nordwestlichen Hang tritt die Glatzer Neiße heraus, die in die Oder einfließt und dann in die Ostsee mündet. Weil die Gipfelpartien kahl sind, hat man von hier einen herrlichen Blick nicht nur nach Polen, sondern auch zur mährischen Seite (Reichensteiner Gebirge/ Rychlebské hory und Altvatergebirge/ Jeseníky) und auch nach Böhmen (Dürrer Berg/ Suchý vrch, Adlergebirge/ Orlické hory). Wegen der grossen Höhe findet man auf dem Gebiet des Grulicher Schneebergs (Králický Sněžník) auch alpine Gürtel. Hier treten eine Reihe geschützter Pflanzen und Tiere auf, die hier ihren östlichsten und westlichsten Standort haben.
Auf dem Grulicher Schneeberg (Králický Sněžník) stand früher die Lichtensteinbaude. Heute steht an ihren Platz die Statue eines kleinen Elefanten, die mit der Zeit zum Symbol dieses Gebirges wurde.
Der Hauptausgangspunkt in das Massiv des Grulicher Schneebergs ist
von der tschechischen Seite die Stadt Grulich (Grulich) mit dem
weltbekannten Wallfahrtskloster auf dem Muttergottesberg
(Hora Matky Boží) und dem Militärmuseum
und von mährischer Seite das Städtchen Goldeck (Staré Město pod
Sněžníkem), das einst durch den Silber- und Goldbergbau berühmt war.
Das am besten ausgestattete Skizentrum Sněžník
unter dem Grulicher Schneeberg
(Králický Sněžník) mit mehreren Abfahrtspisten befindet sich im Dorf
Horní Morava, nur etwa 10 km von Grulich (Králík) entfernt. Angenehmes
Skifahren ist auch auf der Abfahrtspiste bei der Baude Návrší
in der Nähe von Staré Město möglich. Im ganzen Gebiet gibt es einfach
hervorragende Bedingungen für Ausflüge auf Langlaufski - hauptsächlich
für diejenigen, die der freien Natur den Vorzug geben und sich lieber
ihre eigene Spur schaffen.
Ausflug-Tips:
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